Bye bye Gletscher und Ötzi backstage

Ja, den Ötzi haben die Schüler der 4c und 2c des Sprachengymnasiums am 26.9. im Archäologiemuseum auch gesehen, in Zelle 1 durch das 40x40cm große Guckloch im 1. Stock des Museums. Ganz nach dem Motto: für jeden Besucher ein kurzer privater Moment, sozusagen alleine mit Ötzi.

Doch um einiges aufregender war es backstage, mit dem Blick hinter die Kulissen, in die Zelle 2 mit der Probemumie (ein extra zu Probezwecken mumifizierter Freiwilliger!!!) und ins Labor, wo Wissenschaftler aus aller Welt unseren berühmten Iceman in steriler Kleidung und bei 6°C und unter strenger Aufsicht untersuchen können. Stromaggregate, Reservebatterien, Kühlvorrichtungen, 24 h computergesteuerte Überwachungssysteme etc., Ötzi ist wohl der am besten bewachte Südtiroler.

Wenn es so weiter geht, bye bye Gletscher!

So auch die Gletscher Südtirols. Da schaut es schlecht aus. Dies wurde den Schülern nach dem sehr aufschlussreichen Vortrag von Dr. Roberto Dinale (Hydrographisches Amt der Provinz Bozen) klar. Dr. Dinale brachte uns die Situation der Gletscher im Alpenraum, im Besonderen der Südtiroler Gletscher, an eindrucksvollen Bildern, Karten und Diagrammen mit aktuellen Messergebnissen näher.

Forschung in über 3800m Meereshöhe ist außergewöhnlich und spannend.

Das Projekt „Ice Core Ortler 2011“ begeisterte uns alle. Im September 2011 wurden am Ortler vier ca. 70m lange Eisbohrkerne entnommen, die derzeit an Universitäten in den USA, in Österreich und Italien untersucht werden. Paläoklimatologie, ein Blick in die Vergangenheit, um die Zukunft besser zu verstehen, ein spannender und außergewöhnlicher Forschungszweig.

Wenige Fragen blieben nach diesem aufschlussreichen und informativen Vormittag im Archäologiemuseum offen. Wir danken hiermit dem Archälogiemuseum Bozen, den Mitarbeitern und Dr. Dinale für den spannenden Einblick in die Welt der Gletscher und des Museums.     (Text: km)                                                                                                  

Nur eine Frage noch: Was wird uns das Ortler Gletschereis verraten?