“Die Schule gefällt mir”

Johannas Weg in die Oberschule

Anna Waldner Alber, 4A/so

Im Rahmen des Projekts „MakeYourOwnNewspaper“ im Englischunterricht meiner Klasse 4A/so von Frau Professor Schmidhammer habe ich mich mit dem Thema Inklusion in unserer Schule beschäftigt. Zwischen 110 und 120 Schüler*innen mit besonderen Bedürfnissen besuchen unsere Oberschule. Ich habe Johanna, ein 14-jähriges Mädchen mit Rett-Syndrom, welches die 1. Klasse unserer Schule besucht, und ihre Mutter Silvia interviewt. Sie haben uns darüber informiert, wie Johannas Schulalltag aussieht, welche Unterstützung sie erhält und welchen Herausforderungen sie begegnet. Johanna nutzt Gehhilfen, wie einen Rollator und einen Rollstuhl, sowie ein Tablet, um zu kommunizieren. Die meiste Zeit beantwortete Johannas Mutter Silvia unsere Fragen, aber Johanna war auch Teilnehmerin bei unserem Gespräch, indem sie ihr Tablet benutzte.

Rett-Syndrom

Das Rett-Syndrom ist eine seltene neurologische Entwicklungsstörung, welche durch einen genetischen Defekt verursacht wird und 1/10.000 Mädchen betrifft. Jungen sind selten von diesem Gendefekt betroffen, denn sie werden normalerweise nicht lebend geboren.

Die Kinder scheinen gesund auf die Welt zu kommen und sich anfangs normal zu entwickeln, aber zwischen ihrem ersten und zweiten Lebensjahr beginnen sie die meisten bisher erlernten Fähigkeiten wieder zu verlieren. Bis zum Alter von 15 Jahren verlieren die Kinder die meisten ihrer motorischen, kognitiven, sprachlichen und sozialen Fähigkeiten und danach bleibt die Situation mehr oder weniger gleich. Natürlich ist jedes Kind mit Rett-Syndrom individuell, aber alle sind nonverbal, haben keine Feinmotorik und die meisten zeigen Anzeichen von Autismus.

Das Rett-Syndrom wird oft von Krampfanfällen, Epilepsie, Herzproblemen, Parkinson-Zittern, Atemproblemen, Angstattacken, Schreiattacken oder Schwierigkeiten beim Halten des Körpergewichts begleitet. Die Mobilität ist erschwert und viele Personen benutzen Gehhilfen, einen Rollator oder einen Rollstuhl. Ihre Intelligenz und Lebenserwartung können jedoch normal sein.

Das Rett-Syndrom kann nicht geheilt werden, aber es gibt verschiedene Therapien, welche die betroffenen Menschen unterstützen können, wie Physiotherapie oder Reittherapie.

 

Interview

Dies ist dein erstes Jahr an unserer Schule, wie geht es dir bisher? Konntest du dich schon einleben?

Johanna: „Die Schule gefällt mir“ (Silvia hat zwei Blätter Papier vorbereitet, auf denen sie „Die Schule gefällt mir“ und „Die Schule gefällt mir nicht“ geschrieben hat. Johanna wählt das Blatt Papier mit „Die Schule gefällt mir“ aus, indem sie ihren Kopf darauf zubewegt).

Silvia: Ja, Johanna besucht die Klasse 1A/so und hat 25 Mitschüler*innen. Sie ist sehr glücklich, wenn sie zur Schule gehen kann. Allerdings sind viele Stunden Frontalunterricht für sie ziemlich anstrengend und sie muss verschiedene Pausen einlegen.

 

Wie unterstützt dich die Schule im Unterricht und im Schulalltag?

Johanna: „Sabrina“, „Karin“, „Mitschüler*innen“ (Johanna wählt die Begriffe auf ihrem Tablet aus und kommuniziert so mit uns)

Silvia: Genau, Johanna wird zunächst von Sabrina, der Mitarbeiterin für Integration, unterstützt. Sie ist nur Johanna zugeteilt, arbeitet als Assistentin und betreut sie während der Schulzeit.

Zudem wird Johanna auch von Karin unterstützt, welche die Integrationslehrerin ist. Sie unterstützt die ganze Klasse und ist nicht einer bestimmten Person zugeteilt.

Wir freuen uns sehr, dass Johanna auch von ihren Mitschüler*innen viel Unterstützung erhält. Sie lesen ihr laut vor, erklären Aufgaben und helfen ihr bei der Kommunikation, indem sie z.B. Karten für sie schreiben.

Insgesamt bietet dieses Schulsystem viel Unterstützung für Schüler*innen mit besonderen Bedürfnissen. Sie haben beispielsweise eine eigene Sekretärin, die ihnen zugeordnet ist. Wir schätzen die gute Kommunikation zwischen uns, als Johannas Eltern, ihren Lehrer*innen und vor allem Sabrina.

 

Kannst du uns bitte beschreiben, wie dein typischer Vormittag in der Schule aussieht?

Silvia: Johanna wird von einem eigenen Transportdienst zu Hause abgeholt und, in der Schule angekommen, wird sie von Sabrina ins Klassenzimmer begleitet. Dort hat sie einen speziellen Stundenplan, auf dem die Schulstunden mit Bildern dargestellt werden und Johanna auswählen kann, wie sie diese Stunden jeden Tag verbringen möchte.

Johanna sitzt in der ersten Reihe, denn dort kann sie sich am besten konzentrieren. Es ist uns wichtig, dass sie so viel wie möglich an den Aktivitäten und dem Unterricht teilnimmt.

Momentan muss Johanna auf einem normalen Stuhl sitzen, aber zum Glück bekommt sie bald einen speziellen Stuhl, welcher sie mit einer Aufstehhilfe, einer Kippfunktion usw. unterstützt.

Ein weiterer Unterschied ist, dass Johanna im Unterricht immer essen darf, wenn sie Hunger hat.

Immer wenn Johanna müde ist oder eine Pause braucht, kann sie die Unterrichtsstunde mit Sabrina zusammen verlassen. Sie können in einen speziellen Ausweichraum gehen, in dem Johanna sich ausruhen, sich von Sabrina massieren lassen und Entspannungsübungen machen kann. Oft nehmen Sabrina und Johanna auch den Rollator, spazieren durch die Gänge der Schule oder gehen in den Schulhof, wo sie oft auf andere Schüler*innen treffen.

Am Donnerstagvormittag besucht Johanna eine inklusive Musikgruppe, die ihr viel Spaß macht.

Am Nachmittag hat Johanna keine Schule.

 

Wie wird Johanna von den Lehrern benotet? Nimmt sie mit ihren Mitschüler*innen an den Prüfungen teil?

Silvia: Am Anfang jedes Jahres haben wir, als Johannas Eltern, ein Treffen mit ihren Lehrer*innen, der Direktorin, ihrer Mitarbeiterin für Integration und natürlich Sabrina. Gemeinsam entwerfen wir einen Bildungsplan für Johanna mit individuellen Zielen und Kompetenzen, die von ihr am Ende dieses Schuljahres erreicht werden sollten.

Wie die anderen Schüler*innen muss auch Johanna während des Schuljahres verschiedene Lernstandnachweise ablegen. Allerdings sind Johannas Prüfungen auf sie abgestimmt. Johanna kann lesen, aber weil es für sie nach einiger Zeit ziemlich anstrengend ist, hilft ihr Sabrina, indem sie die Aufgaben und Fragen laut vorliest. Johanna kann ihre Prüfungen ablegen, wann immer sie will, sich wohlfühlt, und kann Pausen einlegen. Johanna absolviert sie normalerweise außerhalb des Klassenzimmers. Sie hat weniger Multiple-Choice-Fragen, mehr Zeit und nutzt ihr Tablet, um die Antworten zu geben. Wenn Johanna in einer guten Tagesform ist, schafft sie bis zu 30 Fragen in einem Test.

 

Wie ist dein Kontakt zu deinen Mitschüler*innen?

Silvia: Johanna hat guten Kontakt zu ihren Mitschüler*innen und es gibt einige Mädchen, die sie sehr mögen. Sie verbringen viel Zeit mit Johanna zusammen, sie erklären ihr alles und unterstützen sie.

Johanna nutzt ein Tablet, welches sie mit Berührungen mit ihrer Nase kontrollieren kann, und einen PC, welcher mit Augensteuerung funktioniert, um anderen ihre Gefühle und Bedürfnisse mitzuteilen. Unser Ziel ist es, dass Johanna selbstständig kommunizieren kann.

Johanna und Sabrina schreiben jeden Tag ein Tagebuch auf ihrem Tablet, damit ich immer verfolgen kann, was sie an diesem Tag in der Schule gemacht hat. An den Wochenenden oder in den Ferien schreiben wir zu Hause auch Tagebuch, damit Johanna, wenn sie wieder zurück in die Schule geht, ihren Mitschüler*innen genau zeigen kann, was sie inzwischen gemacht und erlebt hat.

Als Johanna mal eine Woche aus Krankheitsgründen nicht in der Schule war, haben ihr ihre Mitschüler*innen sehr nette Videobotschaften geschickt, in denen sie mit ihr gesprochen und ihr alles Gute gewünscht haben. Sie haben Johanna und mich sehr glücklich gemacht. Es war emotional und berührend für mich zu sehen, wie sich ihre Mitschüler*innen um Johanna gekümmert haben und etwas Nettes getan haben, als es ihr nicht gut ging.

 

Welches ist dein Lieblingsfach und was gefällt dir am besten an dieser Schule?

Johanna: „Geographie“, „Italienisch“, „Englisch“, „Naturkunde“, „Musik“ (Johanna wählt die Begriffe auf ihrem Tablet aus und kommuniziert so mit uns)

Silvia: Johanna versteht und schreibt fließend Italienisch und Englisch. Sie ist gut in Mathematik und rechnet im Millionenbereich. Den Lateinunterricht und den Sportunterricht besucht sie nicht (Letzterer, da er nachmittags ist).

 

Welchen Schwierigkeiten und Herausforderungen begegnest du?

Silvia: Eine Schwierigkeit für Johanna besteht darin, wahrgenommen, gesehen und von anderen nicht unterschätzt zu werden.

Besonders für Fremde und Menschen, die Johanna nicht gut kennen, ist es eine große Herausforderung, mit ihr zu kommunizieren und ihre Bedürfnisse zu verstehen. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, gibt es auch täglich Missverständnisse, in der Schule, aber auch zu Hause.

Zudem fällt es Johanna im Unterricht nicht leicht, Fragen der Lehrer*innen zu beantworten, denn sie kann sich nicht per Handmeldung bemerkbar machen oder auf eine andere Weise so schnell wie ihre Mitschüler*innen zeigen, dass sie die Antwort weiß.

Eine weitere Schwierigkeit für uns ist, dass die Schule nicht genug Geld zur Verfügung hat, um spezielle Ausrüstungen für Schüler*innen mit besonderen Bedürfnissen zu kaufen.

In den Grund- und Mittelschulen gibt es eine finanzielle Unterstützung von öffentlicher Hand, allerdings ist diese in den Oberschulen nicht mehr vorgesehen. Deshalb haben wir uns entschlossen den speziellen Stuhl für Johanna selbst zu kaufen und zu bezahlen.

 

Ist unsere Schule deinen Bedürfnissen entsprechend gebaut?

Silvia: Da ich mich als Mutter natürlich nicht regelmäßig mit Johanna im Schulgebäude bewege, haben wir Sabrina nach ihrer Meinung und ihren Erfahrungen zu diesem Thema gefragt. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Schule größtenteils barrierefrei gebaut ist. Der Aufzug ist gut, ebenso der Zugang zur Schule und zum Schulhof.

Allerdings sind die Toiletten für Menschen mit besonderen Bedürfnissen nicht sehr gut gebaut. Die Toilettenschüsseln sind zu hoch, sodass es für Schüler*innen, die den Rollstuhl benutzen, nicht leicht ist auf die Toilette hoch zu kommen. Normalerweise können sie dadurch den Boden auch nicht mit den Füßen berühren, was oft auch Unbehagen auslöst.

Eine Herausforderung ist, dass die Orientierung im Schulgebäude nicht einfach ist, da es komplex gebaut ist.

Außerdem ist der Ausweichraum ein wenig eng und ungemütlich und könnte dem Zweck entsprechend besser ausgestattet sein.

 

Wie kann sich die Schule noch verbessern, um dich bestmöglich zu unterstützen?

Silvia: Wir sind dankbar, dass die Lehrer*innen und Frau Direktorin Rainer sehr aufgeschlossen, bereits erfahren und großzügig sind und Johanna und uns sehr gut beim Übergang in diese neue Schule unterstützt haben. Sie nahmen an Weiterbildungen teil und bildeten sich über die unterstützte Kommunikation weiter, die Johanna nutzt, wie beispielsweise ihr Tablet.

 

Wir freuen uns, dass ihr euch Zeit genommen habt, um mit uns über die Schule und Johannas Schulalltag zu sprechen. Was möchtet ihr den Leser*innen zum Schluss noch mitteilen?

Silvia: Vielen Dank, dass du uns interviewt hast und auf Johanna und all die anderen Schüler*innen mit besonderen Bedürfnissen, die diese Schule besuchen, aufmerksam machst.

Wir freuen uns, dass diese Oberschule Schüler*innen mit besonderen Bedürfnissen, wie Johanna, die Möglichkeit gibt, zur Schule zu gehen. Zuvor mussten wir nämlich die Erfahrung machen, dass andere Oberschulen nicht inklusiv sind und Schüler*innen mit besonderen Bedürfnissen nicht in ihr Schulsystem integrieren.

Wir schätzen auch die gute Kommunikation zwischen uns, als Johannas Eltern, ihren Lehrer*innen und Sabrina.

Als Mutter von Johanna bin ich sehr dankbar und erleichtert zu sehen, wie froh und unbeschwert Johanna ist. Sie fühlt sich in der Schule sehr wohl und ist immer guter Laune, wenn sie nach Hause kommt.

 

DenkRAUM

Dass sich die Familie eines*einer Schüler*in mit besonderen Bedürfnissen in verschiedenen Oberschulen nicht willkommen und akzeptiert fühlte, machte mich sehr nachdenklich und betroffen.

Jeder Mensch hat das Menschenrecht auf Bildung, das Recht auf seine einzigartige Weise ein Teil unserer Gesellschaft zu sein und die gleichen Möglichkeiten und individuelle Förderung in unserem Bildungssystem zu erhalten. Unsere Gesellschaft kann sich nur durch die Beteiligung und Bildung aller Menschen weiterentwickeln.

Der Schule, als Ort, wo junge Menschen einen großen Teil ihrer Zeit verbringen und aufwachsen, kommt eine besondere Aufgabe zu. Vielfalt an unseren Schulen ist ein Gewinn für alle Beteiligten.

Die Schüler*innen lernen viel miteinander, aber am Wichtigsten vor allem voneinander. Die Schulen sollen vielfältige Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten bieten, die Empathie, Rücksichtnahme und Teamfähigkeit der Schüler*innen stärken und ihnen einen respektvollen Umgang mit verschiedenen Menschen näher bringen.

Allerdings brauchen die Schulen, insbesondere die Oberschulen, mehr finanzielle Mittel, um diese Möglichkeit allen Schüler*innen bereitzustellen. Die zusätzlichen Lehrer*innen, Assistent*innen, andere Angestellte und die notwendige Ausstattung können sehr teuer sein, sind aber grundlegend.

Würde weniger Geld für Rüstung und Militär ausgeben werden, könnte mehr Geld in Bildung und Inklusion investiert werden, insbesondere für Menschen mit besonderen Bedürfnissen, Fluchthintergrund etc. Nur so kann unsere Gesellschaft inklusiver und respektvoller gegenüber ALLEN Mitgliedern werden und sich weiterentwickeln.

 

 

"I like school“ - Johanna’s path into high school

Anna Waldner Alber

Johanna and her mother explain her every day school life, support and challenges as a girl with special needs.

 

SPOT ON: Rett-syndrome

The Rett-syndrome is a rare neurodevelopmental disorder, caused by a genetic defect, which affects 1/10.000 girls. Usually, boys with this genetic defect aren't born alive. The children seem to be born healthy and developing normally at the beginning, but starting between the age of 1-2 years until the age of 15 years, they lose most of their motor and cognitive skills learned so far. Each child with Rett-syndrome is individual, but all of them are non-verbal, have no fine motor skills and show signs of autism.

The Rett-syndrome is often accompanied with seizures, epilepsy, heart problems, Parkinson-trembling, breathing problems, anxiety attacks, screaming attacks or difficulties to maintain their weight. The mobility is difficult and many persons use walking aids, a rollator or a wheelchair. However, their intelligence and life expectancy can be normal. The Rett-syndrome can’t be cured but there are different therapies which can support the persons, like physical therapy or horseriding therapy.

 

Interview

Between 110 and 120 students with special needs are attending our high school. We interviewed Johanna, a 14-year-old girl with Rett-syndrome, who attends our school for the first year, and her mother Silvia and they agreed to tell us about her everyday school life, her support and challenges. Johanna uses walking aids, like a wheelchair and a rollator, and a tablet to communicate. Most of our questions were answered by Johanna’s mother Silvia, but Johanna also took part in our conversation by using her tablet.

 

This is your first year at our school, how are you doing so far? Could you already settle in?

Johanna: "I like school" (Johanna choses the sheet of paper with "I like school" written on it by moving her

head towards it)

Silvia: Yes, Johanna visits the class 1A/so and she has 25 classmates. She is very happy and joyful when she can go to school. However, it’s exhausting for her to take frontal lessons in class and she needs to take different breaks.

 

How does our school support you in class and in everyday school life?

Johanna: „Sabrina", "Karin", "classmates" (communicating through her tablet)

Silvia: Exactly, first of all, Johanna is supported by Sabrina, who is an employee for integration. She is assigned to one student, works like an assistant and takes are of Johanna at school.

Johanna is also supported by Karin, who is an integration-teacher. She supports the whole class. We are very happy that Johanna also receives a lot of support from her classmates. They read out loud to her, explain assignments and help her to communicate. Overall, this school system gives a lot of support to students with special needs. We appreciate the good communication between us, as Johanna’s parents, her teachers and Sabrina.

 

Can you please explain to us what your typical morning at school looks like?

Silvia: Johanna gets picked up at home by a special transport and at school, Sabrina accompanies her to the classroom. There she has a special timetable, on which the school hours are shown with pictures and she can choose how she wants to spend them.

Johanna sits in the first row, because that’s where she can concentrate best. It’s important to us that she is part of the activities and lessons as much as she can. At the moment Johanna has to use a normal chair, but soon, she will get a special chair, which helps her. Whenever Johanna is tired or needs a break, she can leave the lessons with Sabrina. They go to a special room, where Johanna can rest, or walk around with her rollator.

On Thursday mornings she attends an inclusive music group.

Johanna doesn’t have school in the afternoon.

 

How does Johanna get graded by the teachers? Does she attend the exams with her classmates?

Silvia: At the beginning of each year, we and Johanna’s supporters at school design an individual education plan for her with goals and competences for the school year. Johanna’s exams are adapted to her. She knows how to read, but Sabrina helps her because it’s exhausting for her.

Johanna usually takes them outside of the classroom, has less multiple-choice questions, more time and uses her tablet to answer. When Johanna has a good day, she is able to answer around 30 questions.

 

How is your contact with your classmates?

Silvia: Johanna has good contact with her classmates and there are a few girls in particular, who like her a lot. They always spend time with her, explain her everything and support her. Johanna uses an iPad, which she controls by touching it with her nose, and a PC, which works by eye tracking, to communicate her feelings and needs with others. Our goal is that Johanna can communicate independently. Everyday Johanna and Sabrina write a diary on her tablet, so I can always follow what she did at school that day. During the weekends or holidays, we also write a diary at home, so when Johanna returns back to school, she can show her classmates exactly what she did.

When Johanna wasn’t at school for a week, because she was sick, her classmates sent her very sweet video messages in which they spoke to her and wished her all the best. They made Johanna and me really happy. It was emotional for me to see how her classmates cared for her and thought about doing something nice, when she wasn’t feeling well.

 

What is your favorite subject and what do you like about our school?

Johanna: "Geography", "Italian", "English", "Naturalhistory“, "Music" (communicating through her tablet)

Silvia: Johanna understands and writes fluently in Italian and English. She is good at mathematics and calculates in millions. However, she doesn’t attend the Latin lessons and the physical education (because it’s in the afternoon).

 

What challenges do you encounter?

Silvia: A difficulty for Johanna is to be seen and not to be underestimated by others.

Especially for people who don’t know Johanna well it’s challenging to communicate with her. As you can imagine also a lot of misunderstandings take place every day, at school but also at home.

It’s also not easy for Johanna to answer questions from the teachers during the lessons, because she can’t raise her hand or show that she knows the answer in another way as fast as her classmates.

Another difficulty is that financial support for students with special needs is only provided in the elementary and middle schools, but not in high schools. That’s why we decided to buy the special chair for Johanna ourselves.

 

Is our school built according to your needs?

Silvia: After asking Sabrina about her opinion and experiences, we came to the conclusion that the school building is mostly built barrier-free. The elevator is good, as well as the entry to the school and the schoolyard. However, the toilets for people with special needs aren’t built very well. The toilet bowls are too high, so that it’s not easy for students, who use the wheelchair, to get on the toilet. Usually, they can’t touch the floor with their feet. Another challenge is, that it’s not easy to have orientation in the school building, because it’s built very complex. In addition, the "special room" is cramped and uncomfortable and could be equipped more appropriately.

 

How can our school improve to support you?

Silvia: We are grateful that the teachers and the director are very open-minded, experienced, generous and helped Johanna and us to transition well. They took further training and educated themselves more on the supported communication Johanna uses, like her tablet. It’s also very helpful that the students with special needs have their own secretary.

 

Thank you for taking the time for our interview! What else would you like to let our readers know?

Silvia: Thank you for interviewing us and shedding light on Johanna and all the other students with special needs attending the school. We are glad that this school gives students with special needs, like Johanna, the possibility to go to school. Previously we had to experience that other high schools aren’t inclusive and don’t accept to integrate

students with special needs.

As her mother I’m grateful and relieved to see how happy, at ease and lighthearted Johanna is.

 

THINK OUTSIDE THE BOX

The fact that the family of a student with special needs didn’t feel welcomed and accepted in various high schools, made me very thoughtful and concerned.

Everyone has the human right to education, the right to be part of our society in their own ways, and to have the same possibilities and individual support in our education system. Our society can only develop further through the participation and education of all persons.

The school, as a place where young people grow up, has a special task. Diversity in our schools is a win for everyone involved. The students learn with and most importantly from each other. The schools should offer a wide range of developmental and learning opportunities, strengthen the students’ empathy, thoughtfulness and teamwork and teach them how to interact with all different kinds of people.

However, schools, especially high schools, need more money to make this opportunity possible for all students. The extra teachers, assistances, other employees and necessary equipment can be expensive

but are fundamental.

If the less money would be spent on arms and the military, invest more money could be invested in education and inclusion, especially for people with special needs, migration backgrounds, etc. Only then our society can develop to be more inclusive, accepting and respectful towards ALL its members.