Workshop mit Maki Suzuki und „BAU“

Am Montag, 23.03.15, startete unser Workshop im Schreibmaschinenmuseum in Partschins.

Dort trafen wir uns zum ersten Mal mit dem bekannten Grafikdesigner Maki Suzuki aus London, und mit der Künstlerinitiative BAU.

BAU ist eine Initiative für künstlerische Produktion in Südtirol. BAU wurde 2014 von Lisa Mazza, Simone Mair und Filipa Ramos gegründet mit der Absicht ein Residenz Programm aufzubauen, welches halbjährlich Künstlerinnen, Kuratorinnen, Forscherinnen oder Kulturarbeiterinnen einlädt. Durch öffentliche Momente wie Workshops, Filmvorführungen, Essen, Wanderungen und Ausstellungen tauscht BAU sich mit einem vielfältigen Publikum aus.

Als ersten Künstler lud BAU den Grafikdesigner Maki Suzuki ein. Er sollte mit uns eine passende Schrift für BAU entwickeln. Maki war begeistert vom Schreibmaschinenmuseum in Partschins, und somit fand dieser Workshop dort statt.

Am ersten Tag durften wir verschiedene Schreibmaschinen testen. Nach langem Schreiben und Vergleichen stellten wir fest, dass die meisten Maschinen die identische Schrift hatten. Uns war es aber wichtig eine Schrift zu entwickeln, die sich von allen anderen Schriften unterscheidet und noch nicht digitalisiert worden ist.

Am zweiten Tag unseres Workshops fanden wir tatsächlich drei Schriften. Maki gab uns den Auftrag einen Text im „Südtirolerischen Dialekt“ zu verfassen, in dem ALLE Buchstaben des Alphabets enthalten waren. Dies machte uns besonderen Spaß, da wir unsere Kreativität einfließen lassen konnten.

Danach tippten wir den Text mit den Schreibmaschinen ab. Dies war ein langwieriger Prozess. Unser größtes Problem lag darin, dass wir nicht löschen konnten und nach jedem Fehler neu anfangen mussten. Nach mehrmaligen Anläufen schafften wir es unseren Text abzutippen. Lisa scannte unsere Texte ein, und dann begann schon das Arbeiten am Computer. Mit Illustrator zeichneten wir die Schriften nach. Maki zeigte uns genau, wie wir vorgehen sollten. Am dritten Tag stellten wir unsere Schriften fertig. Viele Zeichen wie Klammern, Apostroph, Divis, Prozentzeichen etc. gab es auf den Schreibmaschinen nicht, so durften wir diese Zeichen dazu erfinden. Unsere Schriften wird Maki im Laufe der Zeit digitalisieren und somit stehen diese Fonts uns, Maki und der Künstlerinitiative BAU zur Verfügung.

Es war eine tolle Erfahrung, die wir dort machten. Wir lernten viel Neues dazu, das wir im Unterricht anwenden können. Auch sind wir stolz, dass wir Schriften entwickelt haben, die demnächst digitalisiert werden.

Ein Bericht von Maria Stecher, 5 D

 

Teilnehmende am Workshop:

Hannah Ecker, Johanna Jörg 3D;

Michaela Geiser, Hannah Pinggera 4K;

Juliane Abart 4D;

Maria Stecher 5D;