Bei Rotlicht!

Der Bozner Fotograf Oskar Verant führte in seinem Fotoworkshop die Schülerinnen und Schüler des Bienniums Kunst in die Geheimnisse der analogen Fotografie und der Filmentwicklung in der Dunkelkammer ein.

„Kaum ein Fotograf besitzt oder betreibt heute noch eine Dunkelkammer!“
„Die Dunkelkammer von heute ist der Computer mit einer Bildbearbeitungssoftware.“
 
"Um eine künstlerische Ausdrucksmöglichkeit zu finden, ist es für SchülerInnen wichtig, eine breit gefächerte Palette von Möglichkeiten präsentiert zu kommen, um daraus ihre/seine Ausdrucksform zu erkennen und sich darauf zu spezialisieren. Wenn man etwas nicht kennt, kann es einem auch nicht gefallen! Die analoge Dunkelkammer bietet eine Vielzahl von Möglichkeiten, sich mit dem Thema Fotografie künstlerisch auseinanderzusetzten.
Das beginnt bei der Aufnahme mit analogen Kameras, bei denen besonders auf Bildgestaltung, Kontrast und Bildinhalt gesetzt wird und unter diesen Gesichtspunkten ein Fotoprojekt zu einem bestimmten Thema erarbeitet wird.
Der belichtete Film wird in der Dunkelkammer erst einmal entwickelt. Die Negativentwicklung bedarf eines hohen Maßes an Genauigkeit und Sauberkeit, denn ein Fehler vernichtet den gesamten Film und somit alle gemachten Aufnahmen. Hier liegt das Lernziel auf einen bedachten und genauen Umgang mit dem Filmmaterial, den Chemikalien und dem Mischverhältnis.
In einem weiteren Schritt werden aus den Negativen in der Dunkelkammer verschiedenen Papierfotos hergestellt. Das können, je nach Vorliebe der Schülerin /des Schülers Rayogramme, Kombination von Chemogramm und Negativbild, analoge Bildverfremdungen sein."

Oskar Verant