Musischer Abend: Leonce und Lena

In diesem Jahr gibt es beim Musischen Abend viele neue Gesichter - eines davon ist die Regisseurin Stefanie Nagler, die sich auf den Theaterbühnen Südtirols einen Namen gemacht hat und neben der Inszenierung auch für die Bearbeitung des Klassikers von Georg Büchner verantwortlich zeichnet.

Aufführungen: Di. 9.4.2019  9:45;  Mi. 10.4.2019   20:00; Mi. 17.4.2019   9:45;  Aula | Aristongalerie

Zum Stück:

Leonce, ein melancholischer Müßiggänger, gibt sich seinem langweiligen Schicksal als Königssohn aus dem Reiche Popo hin. Sogar von seiner Geliebten Rosetta trennt er sich, weil sie ihn anödet. Als er auf seine Tätigkeit als Staatsmann vorbereitet werden soll und auch noch bestimmt wird, mit Lena aus dem Reiche Pipi verheiratet zu werden, beschließt er, mit seiner Vertrauten Valeria Richtung Süden zu fliehen. Leonce will weder heiraten noch König werden.

Ähnlich ergeht es der Königstochter Lena, die mit der Zwangsheirat alles andere als glücklich ist. Gemeinsam mit ihrer Gouvernante nimmt sie ebenso Reißaus. Wie es der Zufall will, treffen sich Leonce und Lena auf der Reise. Ohne von der Identität des anderen zu erfahren, verlieben sich die beiden ineinander und wollen so schnell als möglich heiraten.

Mithilfe eines Tricks gelingt es Valeria und der Gouvernante, König Popo von dieser – scheinbar nicht standesgemäßen – Hochzeit zu überzeugen. Keiner ahnt bis dahin, dass die beiden Verliebten in Wahrheit die für einander bestimmten Brautleute sind …

Leonce und Lena, zwei Königskinder, die den Zwängen ihrer Umwelt zu entkommen versuchen, werden in der Bearbeitung von Stefanie Nagler auf ihrer emotionalen Reise von Stimmen und Gedanken begleitet, die in Form eines Chors im Stück sichtbar werden und Brücken zur Welt der heutigen Jugend schlagen, in der Zwänge und erdrückende Erwartungshaltungen ein mindestens genauso aktuelles Thema sind wie in der bitter-bösen Märchenwelt von Leonce und Lena.