La legge è uguale per tutti – Das Gesetz ist für alle gleich

Am Freitag, 8. Februar, erhielten die 4. und 5. Klassen des Sprachengymnasiums Meran "Beda Weber" die Gelegenheit, eine Prozesssimulation hautnah mitzuerleben. In Zusammenhang mit der Initiative Schule – Arbeitswelt bekamen sie Einblick in das Landesgericht Bozen und lernten dabei den Alltag von Staatsanwälten, Richtern und Anwälten kennen.

Zuerst wurden die Schülerinnen und Schüler vom leitenden Oberstaatsanwalt Giancarlo Bramante begrüßt, welcher kurz über den Aufbau des Gerichtes und die verschiedenen Abteilungen sprach. Anschließend nahmen alle im Schwurgerichtssaal Platz, um dort einen nachgespielten Prozess zum Thema Gewalt an Frauen zu verfolgen. Die Rollen der Zeugen, Angeklagten und Opfer durften Schülerinnen und Schüler spielen, während Strafrichter Stefan Tappeiner die Prozesssimulation leitete und Staatsanwalt Günter Morandell und Rechtsanwalt Fill die entsprechenden Rollen übernahmen.

Am Ende des Prozesses konnten Schülerinnen und Schüler noch Fragen stellen. Hätte sich das Strafmaß geändert, wenn sich der Täter entschuldigt hätte? Passiert es oft, dass Zeugen nicht erscheinen? Was kann unternommen werden, wenn das Opfer nicht vor dem Täter aussagen möchte? Diese und viele andere Fragen wurden von den Experten beantwortet.

Der Vormittag gab allen Schülerinnen und Schülern einen überaus lehrreichen und spannenden Einblick in die Südtiroler Rechtsprechung. Der beeindruckende Gerichtssaal und die Schrift über dem Stuhl des Richters „La legge è uguale per tutti – Das Gesetz ist für alle gleich“ werden allen in lebhafter Erinnerung bleiben.