FüLa – ein Wappen für die Klasse

Es begann … mit einem Lehrervortrag von Prof. Gufler, Prof. Delmonego und Prof. Hager über die Heraldik.
Als historische Hilfswissenschaft gibt diese u.a. Aufschluss über die nonverbale Kommunikation im Mittelalter. Als diverse Kulturen und Nationen zur Zeit der Kreuzzüge aufeinander stießen, unterschied man Freund und Feind mithilfe der Formen und Farben im mitgeführten Wappen.
Die Schild-Informationen verraten einiges über die Herkunft des Trägers, und zwar über Darstellung von Ursprung, Eigenschaften und Werten der Dynastie.

Nach diesem Input begaben sich die Schüler/innen auf Spurensuche, ganz konkret in die eigene Vergangenheit. In Interviews mit Eltern, Großeltern … erkundigten sie sich über ihre Vorfahren und forschten nach einem eventuell vorhandenen Familienwappen.
Ausgehend von diesem individuellen Befund wurde im nächsten Schritt in Fünfer-Gruppen über die Charakteristika der eigenen Klasse diskutiert. Im FüLa-Raum wurden Werte abgeglichen, über adäquate Symbole, Formen und Farben wurde gestritten. Die konkrete Umsetzung der Erkenntnisse - zum Teil in lebhaften Diskussionen gewonnen - sorgte für Lautstärke und Kurzweil.
Die Gruppen stellten ihre jeweiligen Wappen der Klasse vor, bewarben ihr Produkt. Begleitet von den Professoren gelang es den Schülerinnen und Schülern, einen Konsens herzustellen. Allmählich kristallisierte sich aus den verschiedenen Vorschlägen ein allgemein anerkanntes, synthetisches Klassen-Wappen heraus.

        

Die Reflexion der Klassencharakteristika und die praktisch-kreative Umsetzung der Wappenentwürfe wirkte identitätsstiftend. Lohnend erscheint eine Anfertigung von Klassenleibchen mit Wappen (z.B. für Sportveranstaltungen).

       

Martin Hager, Melitta Delmonego und Karlheinz Gufler