Bürgerkundeunterricht einmal anders:

Ein simulierter Strafprozess am Landesgericht Bozen

 

Oh Schreck! Eine Schülerin des Sprachengymnasiums wird am 21.3.2018 am Landesgericht in Bozen in Handschellen vor den Richter Stefan Tappeiner geführt. Sie ist des Drogenhandels im Schulhof angeklagt. Ein Mitschüler sagt gegen sie im Zeugenstand aus. – Doch der Schreck ist völlig unberechtigt. Die Schülerin hat die Straftat nicht begangen, die Gerichtsverhandlung ist nur simuliert.

Alle Akteure in diesem Prozess agieren nach einem vorgegebenen Skript. Bei der Angeklagten, dem Zeugen und den zwei Kanzleibeamten handelt es sich um Maturantinnen und Maturanten des Sprachengymnasiums, die mutig genug sind, um in diese Rollen zu schlüpfen, denn der Schauplatz und die anderen Beteiligten in diesem Prozess sind nämlich echt.

Richter Stefan Tappeiner, Staatsanwältin Federica Iovene, Verteidiger Martin Vill, Maresciallo Luciano Osler und Inspektor Lydia Pfitscher haben den Schülern diese Initiative der Associazione Nazionale Magistrati angeboten, um ihnen einen Strafprozess zu veranschaulichen und sie dabei auf die Gefahren des Drogenkonsums und –handels aufmerksam zu machen.

Die Schülerinnen und Schüler zeigten sich von der Initiative, die einen Einblick in die Berufsbilder am Landesgericht ermöglicht, begeistert. Mögen Orientierung und Prävention erfolgreich gewesen sein.

Claudia Pellegrini, Englischlehrkraft