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A year in Great Britain

von Lisa Setttari 4C | Sprachengymnasium

Ich hatte keine Ahnung wo sie mich hinschicken würden, die Leute von der Region. Aber mittlerweile weiß ich ihre Entscheidung zu schätzen. Ich lebe  nun seit über acht Monaten in New Milton, Hampshire, Rosamunde-Pilcher-Südengland. Aber das Leben hier ist keine schlechte Schnulze, ganz und gar nicht.

Ich lebe hier inmitten des New Forest, in dem schon William der Eroberer auf die Jagd ging, und zehn Minuten von der coast-line entfernt. Ein Luxus, wenn man sonst nur das Vigiljoch und Apfelwiesen gewohnt ist.

Die Schule ist einfach...anders. Ich habe nur vier Fächer, Freistunden und große Prüfungen ein- oder zweimal im Jahr. Das Schulsystem ist generell recht universitär und zwischen Lehrern und Schülern herrscht ein recht freundschaftliches Verhältnis, das führt manchmal jedoch zu Mangel an Disziplin im Klassenraum. Ich denke, dass Lehrer und Schüler mehr Leidenschaft für ihre Fächer an den Tag legen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass man sich selbst aussucht, was man tut. Es wird weniger Stoff durchgenommen, der dafür aber intensiver und man hat oft die Möglichkeit, selbständig zu arbeiten. Natürlich hat es auch ARGH-Momente gegeben, ich glaube ich habe von September bis jetzt an die sechzig Aufsätze geschrieben.

Ganz so lange bin ich nicht mehr hier. Kein schöner Gedanke. Ich habe hier in England Unvergessliches erlebt und dieses Land wird immer eine zweite Heimat für mich bleiben. Städte wie Bristol und Bath haben mich beeindruckt, ich habe Freunde gefunden, ohne die es nicht mehr geht. Ich habe herausgefunden, dass Chips mit Essig so ziemlich das Beste auf der Welt sind. Ich denke, ich hoffe, dass ich mich positiv verändert habe, also selbständiger und selbstbewusster geworden bin.

Es gab schwarze Momente. Wenn man krank ist und keine Mama da ist. Und so weiter. Aber, honestly, der schwärzeste Moment kommt erst noch, der Tag, an dem ich in den Zug nach Gatwick steige. Mindestens habe ich meine absolut fantabelhafte room mate bei mir. Die hat einen sehr langen Nachnamen und mein Lichtstreifen am Horizont. Well, das klingt jetzt definitiv nach Rosamunde Pilcher.

Nur noch soviel: Ein Jahr im Ausland ist nicht für jeden etwas. Für mich war es eine der besten Entscheidungen, die ich je getroffen habe. Dafür habe ich keinen Tipp, dass muss man für sich selbst entscheiden. Sorry. Aber ich würde in diesem Fall auf Risiko gehen.