Tag der Bibliotheken mit Matthias Schönweger

Anhand von mehreren Beispielen zeigte er auf, wie er bei seinen Texten mit den verschiedenen Ebenen der Lesbarkeit arbeitet und sprachübergreifend mit der deutschen Standardsprache, dem Italienischen und dem Südtiroler Dialekt spielt. Des Weiteren ist Schönweger ein fundierter Kenner der Philosophie und beheimatet in den antiken Sprachen Latein und Altgriechisch. Hier ein paar Kostproben:

DI MOG I
WEIL DU MI
MOCHN LOSCH
UND
I DI MOG
WEIL DU MI
LOCHN
MOCHSCH
MOG DI I
MOG I DI

I MOG DI

Zwischendurch gab er Interessantes aus seiner Biographie zum Besten. Als Spross einer Partschinser Malerfamilie kam er schon als Kind in der Werkstatt der Eltern in Berührung mit Farben und vielfältigen Maltechniken. Später wurde er als Fußballtalent entdeckt und Mitglied der Jugendmannschaft von Fortuna Düsseldorf. Der militärische Drill beim Training verleidete ihm den Spaß am Sport und führte dazu, dass der Jugendliche, als er sich in der deutschen Großstadt die Zeit vertrieb, dem deutschen Aktionskünstler Joseph Beuys begegnete, der ihn künstlerisch inspiriert hat.

Wir danken Matthias Schönweger ganz herzlich für seine Bereitschaft, sich und sein Werk an unserer Schule vorzustellen.

Der Tag der Bibliotheken, der mit der Lesung an unserer Schule begangen wurde, ist 1995 in Deutschland unter der Schirmherrschaft von Richard von Weizäcker ins Leben gerufen worden. Seitdem machen alljährlich am 24. Oktober die Bibliotheken mit einem bunten Veranstaltungsprogramm auf ihre Rolle als Lernort, Informationsort und Ort der Begegnung aufmerksam. Seit 2009 beteiligen sich auch viele Südtiroler Bibliotheken an dieser Aktion.