Eine besondere Lesung mit Maria C. Hilber

Am Mittwoch, den 16. Dezember durfte die Klasse 3A/sp an einer Online- Lesung mit der Autorin Maria C. Hilber teilnehmen. Diese Veranstaltung wurde dankenswerterweise vom Amt für Kultur ermöglicht.

Schon die Texte, die die Autorin vorab zur Verfügung gestellt hatte, versprachen eine nicht alltägliche Lesung. Maria C. Hilber nahm die SchülerInnen der Klasse mit zu einer Lecture Perfomance und ließ sie gewissermaßen als „ForscherInnen“ am Projekt teilnehmen. Durch Fragestellungen motivierte sie öfters zum Mitmachen, zum Mitdenken, zum Experimentieren.
Nach der Lesung einiger ihrer „Haut-Texte“ zeigte die Autorin Makroaufnahmen unterschiedlicher Gegenstände. Dabei erklärte sie, wie sich die Sicht auf die Dinge durch eine Vergrößerung verändert. Sie motivierte die SchülerInnen, genau hinzuschauen und alle Facetten der Sprache zu verwenden, um ihre Beobachtungen festzuhalten.
In einem weiteren „Hauttext“, den Frau Hilber vortrug, beschäftigt sie sich mit einer Zwangssituation und der damit einhergehenden Misshandlung der Haut durch den Waschzwang einer Person. Die Autorin erklärte, dass für die Entstehung des Textes die präzise Beobachtung und Beschreibung eines aus Zahlen bestehenden Regelsystems, durch das eine Person versucht, ihrer Unsicherheit Herr zu werden, grundlegend war.

Nach dem Essay „Kiementest“, der den Besuch in einem Allergiezentrum zum Inhalt hat, versuchte Frau Hilber ein multimediales Hörspiel „Alpbär Live“ mit uns zu teilen. Dabei war leider die Technik unzuverlässig.

Auf Nachfrage erzählte die Autorin, wie sie zum Schreiben kam und wie sie ihren detaillierten Schreibstil entwickelte. Mit vielen Anregungen für alle Beteiligten endete diese ungewöhnliche Lesung auf Distanz.

Hier einige Rückmeldungen und Texte zur Lesung:

Begeistert
Voller Lebensfreude

Sehr interessante Texte
Tolle Vorlesung durch Interaktivität
                                                 Danke                                                    
Xenia Santer

 

Sowohl die Ideenwelt von Frau Hilber als auch Ihre Begeisterung für das Schreiben fand ich sehr interessant. Die Denkweise begeisterte, aber verwirrte mich auch und ich hatte die Möglichkeit, in ihre Gedankenwelt einzutauchen. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken, denn Texte und die Begeisterung anderer sind Geschenke, die wir bekommen.
Karoline Sutara 

 

Ein Strahl von Freundlichkeit
Eine exzentrische Brise,

Die in ihren Texten zum Leben erwacht
Verwirrend, jedoch anziehend, faszinierend
Die Welt der M. C. Hilber
Ruben Albertoni

 

Die Lesung mit Frau Hilber war sehr eindrucksvoll. Gleich am Anfang starteten wir mit einem interaktiven Spiel, bei welchem wir Fragen bekommen haben, die wir im Laufe der Lesung beantworten sollten. Diese aktive Mitarbeit hat mir sehr gefallen. Bei mir punktete die Autorin vor allem mit der Initiative, die Lesung mit Snacks und Getränken begleiten zu dürfen. So wurde die Stimmung gelockert und wir konnten uns entspannter mit den technischen und inhaltlichen Schwierigkeiten auseinandersetzen. Sehr interessant fand ich die Fragerunde, wo wir ihr all unsere vielen Fragen zu ihren manchmal sehr verwirrend wirkenden Texten stellen durften. An Hilbers Texten finde ich sehr inspirierend, dass man sich mit ihnen näher beschäftigen muss, um sie zu verstehen.
Verena Haas

 

Ton

Deine Präsenz schmeckt nach Ton
Fühlt sich wie Ton an

trockener brüchiger Ton
Ob du ihn bemalst liegt an dir
denn du bist der Ton
du malst dich selber an
du entscheidest ob brüchige harte Töne
oder weiche feuchten Töne
aus dir, dem Ton, kommen
denn du bist der Ton
Paula Jasmin Filková

 

An sich war die Lesung sehr interessant, da die Autorin ihre Texte erklärt hat und uns die Geschichte und die Hintergründe der Texte genannt hat. Dies hat eindeutig ein gutes Gefühl bewirkt, da das Gefühl, diese Texte nicht zu verstehen, ziemlich irritierend und die Auflösung eine Art Erleichterung war. Frau Hilber selbst hat auf mich einen sehr sympathischen Eindruck gemacht, sie hat auch sehr gelassen auf mich gewirkt und hat das Zuhören angenehm gemacht. Durch die interaktive Arbeit hat sie es geschafft, ein bisschen Spannung einzubringen und das Interesse an die Lesung anhalten zu lassen.
Insgesamt war die Lesung sehr interessant und aufschlussreich.

Marilisa Pedevilla

 

Auf mich wirkte Frau Hilber sehr interessant und offen. Wir wurden gleich in die Lesung miteinbezogen und uns wurde die Möglichkeit gegeben, all unsere Fragen zu klären. Mit Hintergrundinformationen zu ihren kniffligen Texten verschaffte sie uns mehr Klarheit. Frau Hilber erzählte auch ganz offen über sich selbst, das fand ich sehr interessant. Trotz einiger technischer Probleme herrschte eine gute Stimmung. Insgesamt eine tolle und gelungene Lesung; hat mir gut gefallen!
Leonie Fliri

 

Frau Hilbers Texte entsprechen nicht wirklich meinem Geschmack, ich verstand auch die Autorin dahinter nicht.
Bei der Lesung bekamen wir einen Einblick in ihre Gedankenwelt, was ihre Geschichten etwas klarer machte. Wir, die Schüler, wurden in die Lesung eingebunden, wobei die Fragen, die uns gestellt wurden, oft eher sehr kompliziert formuliert wurden.
Ein Video mit überspieltem Ton wurde uns gezeigt, die Geräusche waren eher irritierend und machten einem beinahe Angst.
Es gab mehrere Probleme bezüglich der Technik, was die ganze Lesung erschwerte. Trotzdem hielt Frau Hilber sie ohne Unterbrechung und moderierte sie gut.
Wenngleich ihr Schreibstil mir nicht gefällt, in ihre Lebensgeschichte und in ihre Ideen einzutauchen war sehr interessant.

Tutzer Anna

 

Die Lesung war interessant und spannend. 
Wir durften der Autorin Fragen stellen, welche sie gern und bereitwillig beantwortete.

Sie hat uns einige von ihren Texten vorgelesen und die Hintergründe erklärt, was uns viel dabei geholfen hat, ihre Texte zu verstehen. Durch den speziellen Wortschatz brachten ihre Texte uns zum Nachdenken. 
Mir hat die Lesung gut gefallen, trotz technischer Probleme am Ende.
Kine Seye 

 

Es war eine recht interessante Lesung, mit viel Interaktion und vielen Möglichkeiten für das Publikum, um Fragen zu stellen, welche sofort mit viel Enthusiasmus beantwortet wurden. Es wurden Fragen gestellt, wie „Wie lockst du die Katze, den Hund, die Zuversicht?“, die nicht besonders einfach zu beantworten waren und einen zum Nachdenken anregten. Dies war auch so bei den Texten, welche M.C.  Hilber uns mit viel Begeisterung vorgelesen hat. Durch den besonderen Wortschatz und ihren sehr persönlichen Schreibstil sind ihre Texte ganz speziell und bringen das Publikum auch zum Nachdenken. Sie sind vielleicht nicht unbedingt für jeden, wurden mit den zusätzlichen Erklärungen und Kommentaren der Autorin aber doch interessant.
Lea Hossainova  

 

Durch den Bildschirm lächelt mich ein freundliches Gesicht an. Die Frau trägt eine Brille, einen grauen Wollpullover und im Hintergrund sind Pflanzen erkennbar. Sie strahlt und ich merke, wie sie ihre Arbeit liebt. Maria Hilber erzählt uns von ihren Anfängen als Autorin und erklärt die Hintergründe zu den Texten, die wir vorab gelesen haben. Trotz technischer Schwierigkeiten hat mir die Vorlesung gut gefallen und mich dazu inspiriert, mal wieder zu Stift und Papier zu greifen...
Lea Schwellensattl 

 

„Es stehen die Brandsteine neben den Geschichtsspeichern aus roten Ziegeln, die Bespaßungsarenen neben Großküchen. […] Es wachsen und sprießen die Plastiktütchen wie Blumen. […] In den Wasserrinnen fließen die gelben Partikel dann, vermischt mit Pollen und toten Mittelmeermotten, zu einer Bodentapete.“  (M.C.Hilber)
Ausgewählt von Sabrina Monticelli 

 

M.C. Hilber gestaltete eine interessante Vorlesung und beantwortete einige offene Fragen zu ihren Texten. Durch interaktive Fragen und Aufgabestellungen wurden auch die Zuschauer in die Lesung miteinbezogen. So schrieben wir beispielsweise unter anderem einen kurzen Text dazu, was wir alles fühlten und spürten, als wir aßen, dazu durften wir nebenbei auch essen. Insgesamt ist diese Lesung trotz technischer Probleme sehr gut gelungen.
Magdalena Brugger