Begegnung mit Astrid Kofler

Die freie Autorin, Filmemacherin und Kulturbewegende Frau Astrid Kofler war zu Gast in der Bibliothek Verdistraße. Ein Blick auf ihr umfangreiches Schaffen lässt sofort erkennen, dass sie sich der Vielfalt verschrieben hat sowohl in den Genres, die sie bedient, als auch in den Themen, die sie aufgreift. Und doch ist durchgehend ein roter Faden erkennbar: das Interesse am Menschen mit seinen Erfahrungen, die ihn prägen, seinen Nöten und Geschichten.

Vom Leben erzählen ist einer ihrer Schwerpunkte. So in ihrem Roman "Lebenskörner" und in mehreren Kurzgeschichten, in ihren Dokumentarfilmen zu Kultur und Zeitgeschichte, über Frauen diesseits und jenseits der Gesellschaft, über Menschen im Rampenlicht und am Rande, in der Sendereihe "Dialog", in Sachbüchern wie "Zersprengtes Leben. Frauen in den Südtiroler Bombenjahren", "Bauernleben in Südtirol", in Kulturprojekten wie die Kuhmist-Aktion "Haikuh" in Venedig am Rande der Biennale, wie die Ausstellung "Pace - Frieden - Pesc". Dies ist nur eine kleine Auswahl.

Neben freien Erzählungen über ihren reichen Erfahrungsschatz gab sie bei der Begegnung mit zwei Klassen des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums auch Kostproben aus ihren Büchern zum Besten. Das entbehrungsreiche Leben von Bergbauern und die schwere Arbeit der Hebammen, in Zeiten als Kinder noch zu Hause auf die Welt kamen oder die Geschichte der Frauen jener Männer, die in den „Bombenjahren“ verhaftet wurden um nur einige Inhalte zu nennen.

Die Aufmerksamkeit der jungen Menschen im Publikum und die Fragen, die gestellt wurden, stellten einmal mehr unter Beweis, dass Autorenbegegnungen die Schülerinnen und Schüler nach wie vor sehr faszinieren.

Ein besonderer Dank gilt dem Amt für Kultur, das diese Begegnung ermöglicht hat.